Menü

Warum der Herr Jesus die Schlüssel des Königreichs des Himmels Petrus gab

Vor zweitausend Jahren gab Jesus, unser Herr, Petrus die Schlüssel des Himmelreiches. Doch diese Tat bringt für viele Fragen auf: Warum wurde Petrus diese Ehre zuteil, eine Ehre, die niemals zuvor oder danach einem anderen zuteil wurde? Warum gab unser Herr ausgerechnet ihm diese wichtige Aufgabe? Schauen wir uns doch heute einmal den Beweggrund hinter dieser Tat des Herrn an.

Schnelle Navigation
Beim Lesen der Bibel war ich verwirrt
Ich fand die Antwort als ich eine meiner Kolleginnen befragte
Nur durch das Nachahmen von Petrus Bestreben werden wir die Anerkennung des Herrn erhalten

Beim Lesen der Bibel war ich verwirrt

Heute Morgen öffnete ich nach dem Morgengebet meine Bibel und las den Matthäus 16,19. Dort sagt der Herr zu Petrus: „Und ich will dir des Himmelsreichs Schlüssel geben: alles, was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel los sein.“ Als ich den Vers las, dachte ich: Unser Herr Jesus hatte zwölf Jünger, doch warum gab er ausgerechnet Petrus die Schlüssel und nicht einem der anderen Jünger? Was hatte Petrus getan, dass der Herr so zufrieden mit ihm war? Wenn ich eine Antwort auf diese Frage finde und mich dann genauso wie Petrus verhalte, erlange ich dann auch das Lob des Herrn und trete zukünftig in das Himmelreich ein? Selbst nach mehrfachem Lesen der Verse gelang es mir nicht, die Antwort zu finden. Und dann fehlte mir auch die Zeit, denn ich musste frühstücken und zur Arbeit gehen.

Ich fand die Antwort als ich eine meiner Kolleginnen befragte

Während der Mittagspause fragte ich eine gläubige Kollegin und sie war gern bereit, mir zu helfen.

Sie sagte: „Früher war ich über diese Bibelstelle auch etwas verwirrt. Deswegen las ich Matthäus 16,13-19 mehrere Male und studierte die Verse sorgfältig. Gott sei Dank für seine Erleuchtung. Ich verstand schließlich den Willen des Herrn.

„In Matthäus 16,13-16 können wir lesen, wie der Herr Jesus mehrere seiner Jünger fragte: ‚Wer sagt denn ihr, daß ich sei?‘, und einige von ihnen sagten er sei Johannes der Täufer, andere sagten Elia, andere Jeremia, doch nur Petrus sagte: ‚Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!‘ Daraus können wir entnehmen, dass von den zwölf Jüngern nur Petrus wusste, dass der Herr Jesus der Christus, der kommende Messias war. Durch die Werke und Worte des Herrn war Petrus in der Lage zu erkennen, dass Jesus vom Heiligen Geist kam. Er ließ sich nicht täuschen, egal wie sehr die Pharisäer Jesus auch bestraften, angriffen oder verurteilten, er gehorchte der Führung und dem Willen des Heiligen Geistes und folgte dem Herrn allezeit. Daran sehen wir, dass Petrus den Herrn Jesus wahrhaftig erkannt hat. Als die Soldaten kamen, um Jesus festzunehmen, preschte Petrus nach vorn und schlug einem Soldaten das Ohr ab, um den Herrn zu beschützen. Seine Tat war das Ergebnis seines hitzigen Temperaments, sie war auch ziemlich brutal und das war nicht im Einklang mit dem Willen des Herrn. Doch wenn man die Gefahr der damaligen Situation berücksichtigt, zeigt die Tat von Petrus, dass er den Herrn wahrhaftig liebte. Außerdem war Petrus gemäß den Geboten des Herrn nach dessen Tod und Himmelfahrt der Hirte der Gemeinden und wurde schließlich kopfüber für den Herrn gekreuzigt, womit er ein wunderbares und überwältigendes Zeugnis gab. Aus all diesen Taten können wir erkennen, dass Petrus den Herrn wahrhaftig liebte, sonst hätte er sein Leben nicht riskiert, um den Herrn zu schützen; noch hätte er geschworen dem Herrn in den Tod zu folgen oder sein Evangelium verkündet. Und ganz bestimmt hätte er das Zeugnis nicht gegeben, sich Gott in seinem Tod hinzugeben und ihn bis zum Äußersten zu lieben.“

Ich nickte und sagte: „Das stimmt. Von den zwölf Jüngern war Petrus der einzige, der erkannte, dass der Herr Jesus der Christus war. Petrus hatte den Herrn tatsächlich wahrhaftig erkannt.“

Petrus und Jesus

Meine Kollegin redete weiter: „Der Herr Jesus sagte: ‚Du sollst lieben Gott, deinen HERRN, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte. Dies ist das vornehmste und größte Gebot.‘ (Matthäus 22,37-38) ‚Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer mich aber nicht liebt, der hält meine Worte nicht.‘ (Johannes 14,23-24) ‚Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.‘ (Matthäus 7,21) Petrus befolgte das größte Gebot—den Herrn zu lieben—und somit ließ er sich nicht von den Soldaten bestimmen und konnte den Herrn beschützen, er konnte sein Leben hingeben und um des Herrn Willen kopfüber ans Kreuz geschlagen werden und Gott bis in den Tod gehorsam sein. Das alles war genug um zu zeigen, dass er ein Mensch war, der dem Weg des Herrn folgte. Dass unser Herr Jesus Petrus die Schlüssel des Himmelreiches gab, lässt uns wissen, dass Petrus ein Mann nach dem Herzen Jesu war und dass sein Verhalten vom Herrn gewürdigt wurde. Um in das Himmelreich einzutreten, sollten wir Petrus nachahmen und Menschen sein, die den Herrn lieben und erkennen. Nur auf diesem Wege können wir seine Zusagen erhalten.“

Nachdem ich ihre Worte gehört hatte, erkannte ich alles deutlich und sagte: „Dass der Herr Petrus die Schlüssel des Himmelreiches gegeben hat zeigt also die tiefsten Absichten und Erwartungen des Herrn an die Menschen. Aber wie genau strebte Petrus denn danach, den Herrn zu erkennen und zu lieben?“

Nur durch das Nachahmen von Petrus Bestreben werden wir die Anerkennung des Herrn erhalten

Als sie meine Worte hörte nahm sie lächelnd einen Tablet-Computer aus der Tasche und sagte zu mir: „In Bezug auf das Bestreben von Petrus, den Herrn zu lieben und zu kennen, möchte ich dir zwei Absätze von einer evangelistischen Webseite vorlesen, die das sehr deutlich erklären. Lass mich sie dir vorlesen.

Petrus schloss sich Jesus einige Jahre lang an und sah in Ihm vieles, was in anderen Menschen nicht vorhanden war. … Im Leben maß sich Petrus an allem, was Jesus tat. Vor allem die Botschaften, die Jesus predigte, waren in sein Herz eingebrannt. Er war Jesus völlig ergeben und treu, und er brachte nie Klagen gegen Ihn vor. Infolgedessen wurde er der treue Begleiter Jesu, wohin Er auch ging. Petrus achtete auf die Lehren Jesu, auf Seine sanften Worte, auf das, was Er aß, auf Seine Kleidung, Seine Unterkunft und die Art und Weise, wie Er sich fortbewegte. Er eiferte Jesus in jeder Hinsicht nach. Er war nie selbstgerecht, sondern warf alles ab, was überholt war, und folgte dem Beispiel Jesu in Wort und Tat. Damals fühlte Petrus, dass Himmel und Erde und alle Dinge in der Hand des Allmächtigen waren und dass er aus diesem Grund keine persönliche Wahl hatte. Petrus assimilierte auch alles, was Jesus war, und benutzte es als Beispiel.

Nach einer Zeit der Erfahrung sah Petrus in Jesus viele der Taten Gottes, er sah die Lieblichkeit Gottes und er sah in Jesus vieles von Gottes Wesen. Er sah auch, dass die Worte, die Jesus sprach, nicht von einem Menschen gesprochen worden sein konnten und dass das Werk, das Jesus verrichtet hatte, nicht von einem Menschen verrichtet worden sein konnte. In den Worten und Taten Jesu sah Petrus zudem viel von der Weisheit Gottes und viel Wirken einer göttlichen Natur. Während seiner Erfahrungen hat er nicht nur sich selbst kennengelernt, sondern achtete auch sehr genau auf jede Handlung Jesu, woraus er viele neue Dinge erfuhr; nämlich, dass es in dem Werk, das Gott durch Jesus verrichtete, viele Ausdrucksformen des praktischen Gottes gab und dass Jesus sich von einem gewöhnlichen Menschen unterschied durch die Worte, die Er sprach, und die Handlungen, die Er durchführte, sowie durch die Art, in der Er die Kirchen behütete und wie Er Sein Werk ausführte. Und so lernte Petrus von Jesus viele Lektionen, die er lernen sollte, und als Jesus kurz davor war, gekreuzigt zu werden, hatte er ein gewisses Maß an Kenntnis von Jesus erlangt – Kenntnis, die die Basis seiner lebenslangen Treue zu Jesus und seiner umgekehrten Kreuzigung um des Herrn willen wurde.‘“

Nachdem ich diese Worte gehört hatte sagte ich zu ihr: „Also hat Petrus, als er mit Jesus lebte, sehr aufmerksam die Worte und Taten des Herrn beobachtet.“

Sie sagte: „Ja, aus diesen beiden Abschnitten können wir erkennen, dass Petrus den Wunsch hatte, den Herrn zu kennen. Wann immer er im Kontakt mit dem Herrn war, achtete er auf dessen Worte und Taten. In Jesus sah er viel von dessen göttlichen Ursprung. Zum Beispiel sind Jesu Worte voller Autorität und Macht, niemand ist in der Lage, sein Werk zu tun, niemand besitzt seine Gnade, Liebe, Geduld und Toleranz gegenüber Menschen. Außerdem konnte Petrus anhand der Art und Weise, wie unterschiedlich Jesus gewöhnliche Menschen und die Pharisäer behandelte, Jesu Heiligkeit und Gerechtigkeit erkennen. Die Offenbarungen und das Leben des Herrn sind alles positive Dinge, die Licht zu den Menschen bringen können. Petrus sah viele der liebenswerten Seiten Gottes im Herrn Jesus und diese entfachten seine Liebe für den Herrn. Er nahm sich den Herrn als Vorbild, er achtete aufmerksam den Willen des Herrn und war ihm gegenüber loyal bis zum Äußersten indem er die Gemeinden führte und das Evangelium verkündete. Außerdem behielt Petrus die Worte des Herrn immer im Herzen, dachte über sie nach und setzte sie in die Praxis um. Zusätzlich überprüfte er zu jeder Zeit seine eigenen Worte und Taten. Wenn er bemerkte, dass er den Willen Gottes nicht erfüllte, war er von Bedauern erfüllt und suchte nach einem passenden Weg, wie er sein Bestes zur Ehre Gottes geben konnte. Auch sah sich Petrus anderen gegenüber immer als gleichgestellt an, wenn er mit ihnen zusammen arbeitete, und bestand nicht auf seinem Status als Jünger Jesu. Er liebte Gott einfach und erfüllte seine Pflicht als ein Geschöpf Gottes. Und auch wenn er dem Spott der Ungläubigen oder der Verfolgung durch die Regierung ausgesetzt war, nie brachte er Beschwerden gegen Gott vor. Egal wie viel Mühsal er auch erlitt, egal welchen Prüfungen oder Herausforderungen er gegenüber stand, seine Liebe zu Gott änderte sich nie. Aufgrund seines Bestrebens konnte er letztendlich Gott bis in den Tod gehorsam sein und Gott bis zum Äußersten lieben, als er um des Herrn Willen kopfüber ans Kreuz genagelt wurde. Der Herr Jesus schätzte seine Menschlichkeit und sein Bestreben im Glauben an Gott und er wusste, dass Petrus so würdig und zuverlässig war, dass er mit allen Aufgaben betraut werden konnte. Daher sagte der Herr: ‚Selig bist du, Simon, Jona's Sohn. … und auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde. … Und ich will dir des Himmelsreichs Schlüssel geben.‘“ (siehe Matthäus 16,17-19)

Als meine Kollegin ihre Worte beendete, fühlte ich eine besondere Art von Klarheit in mir und mir war bewusst, dass Gott wirklich tief in das Herz eines Menschen sehen kann. Es gibt einen Grund, warum Jesus Petrus die Schlüssel des Himmelreiches gegeben hat. Früher konnte ich es nie verstehen, warum der Herr ihn lobte, wenn Petrus ihn doch dreimal verleugnet hatte. Jetzt weiß ich, wie dumm und ignorant das von mir war. Der Herr berücksichtigte das Wesentliche dieses Mannes, während ich nur sein aktuelles Auftreten beurteilt hatte. Wenn ich meine Anschauung nicht beiseite gelegt und den Willen des Herrn gesucht hätte, wie hätte ich dann in der Lage sein können, das zu verstehen? Durch die Begleitung meiner Kollegin konnte ich erkennen, dass Petrus von Gott geliebt wurde und dass er unser Vorbild ist. Auch wenn ich heutzutage nicht so mit Jesus unterwegs sein kann, wie Petrus damals, so kann ich doch das Bestreben von Petrus nachahmen und den Herrn kennen und lieben und seine Worte in meinem Leben umsetzen. Nur so kann ich das Lob und die Anerkennung des Herrn erlangen und in das Reich der Himmel eintreten.

Zu meiner Kollegin sagte ich: „Dem Herrn sei Dank für seine Führung, denn er ermöglicht es mir, so etwas Gutes zu hören und so viel daraus mitzunehmen. Dank sei dem Herrn! Amen!“

Lächelnd sagte sie: „Dank sei dem Herrn! Amen!“

kommentar hinzufügen