Nachdenken über die Bibel | An Gott glauben und an die Bibel glauben

Ich wurde in eine christliche Familie geboren. Weil meine Familie arm war, ging mein Vater von zuhause fort, um auswärts zu arbeiten, und er kehrte selten zurück. Meine Mutter arbeitete im Ortsbereich, und doch war sie jeden Tag von morgens bis abends mit ihrer Arbeit beschäftigt, deshalb hatte sie wenig Zeit, sich um uns zu kümmern. Folglich musste ich nicht nur etwas Hausarbeit machen, sondern ich musste auch auf meine jüngeren Brüder und Schwestern aufpassen, als ich jung war. Wenn ich diejenigen in meinem Alter sah, die unter der Obhut ihrer Eltern standen, spürte ich normalerweise ein Verlustgefühl. Obwohl ich damals wenig über die Bibel wusste, gefiel es mir sehr, den Unterricht der Sonntagschule zu besuchen, durch den ich wusste, dass es einen himmlischen Vater gibt, der den Menschen sehr liebt. Folglich konnte ich zu Ihm beten, ob ich fröhlich war oder nicht. Der himmlische Vater wurde allmählich der Eine, zu dem ich vertraulich sprach.

Als ich 12 war, wurde ich formell zu einer Christin getauft. Damals sagte mein Seelsorger zu mir: „Unser Glaube an den Herrn muss auf der Bibel basieren, weil die Bibel die Basis des Glaubens des Christentums ist. Außerdem sind alle Werke und Worte Gottes in der Bibel aufgezeichnet. Solange wir an der Bibel festhalten, werden wir nie getäuscht. Jeder Glaube außer der Bibel ist Ketzerei.“ Während er predigte, sagte er auch immer: „Wir begründen unseren Glauben auf der Bibel. Man kann sagen, dass der Glaube an die Bibel der Glaube an Gott ist.“ Obwohl ich damals wenig Kenntnis von der Bibel hatte, war ich begeistert und besuchte aktiv die Versammlungen und versäumte nicht eine Versammlung. Ich spürte, dass ich Vergnügen erleben und dem Herrn treu sein könnte, wenn ich mich mit den Brüdern und Schwestern versammelte. Insbesondere, nachdem ich die Worte des Seelsorgers gehört hatte, wusste ich, dass die Bibel ziemlich kostbar und anders als andere Bücher war. Also nahm ich überall die Bibel immer mit, und nachdem ich sie studiert hatte, verstaute ich sie in einem Stoffbeutel. Später wurde die Situation der Kirche immer schlimmer. Ein Großteil der Brüder und Schwestern verlor den Glauben, und einige von ihnen kehrten sogar zur Welt zurück, um zu arbeiten. Die Mitarbeiter in der Kirche stritten miteinander, wenn sie unterschiedliche Vorstellungen hatten, und das veranlasste einige Brüder und Schwestern, aus der Kirche auszutreten. Als ich den Zustand der Kirche sah, fühlte ich mich in meinem Geist schwach und passiv. Obwohl ich weiterhin zur Kirche ging, um die Versammlungen zu besuchen, tat ich das jedes Mal eigentlich völlig mechanisch. Jedoch schätzte ich weiterhin die Bibel und beschützte sie so gut wie üblich. Nachdem ich geheiratet hatte, erlaubte ich noch nicht einmal meinem Kind, sie zu berühren.

die bibel und Gott

An einem Tag mitten im Herbst des Jahres 2017 lernte ich Bruder Liang im Internet kennen und erfuhr beim Chatten mit ihm, dass er ein Prediger war. Ich dachte: Er glaubt auch an den Herrn, und außerdem ist er ein Prediger. Also muss er die Bibel sehr gut verstehen. Später studierte ich mit ihm die Bibel immer in einer Besprechungsgruppe. Nachdem ich die Bibel in der Gruppe über einen Zeitraum erkundet hatte, war ich sehr glücklich. Ihr gemeinschaftlicher Austausch war so erleuchtend, dass ich viele Wahrheiten verstand, die ich vorher nicht verstanden hatte. Mein durstiger Geist erhielt Bewässerung und Nahrung. Ich begann allmählich, die Zusammenkünfte mit ihnen zu genießen und nahm jeden unserer Termine wahr, um an den Zusammenkünften freudig teilzunehmen.

Eines Tages spielten die Brüder ein Video für mich ab, in dem ich ein Buch sah, das sich von der Bibel unterschied. In diesem Moment pochte mein Herz sofort bis zum Hals. Ich fragte eine Schwester: „Seid ihr Gläubige des Östlichen Blitzes? Ihr lest wirklich nicht mehr die Bibel? Warum gibt es in dem Video ein Buch, das sich von der Bibel unterscheidet? Was ist es?“ Nachdem sie meine Fragen gehört hatte, sagte sie sanftmütig zu mir: „In der Offenbarung 5,1-5 wird gesagt: „Und ich sah in der rechten Hand des, der auf dem Stuhl saß, ein Buch, beschrieben inwendig und auswendig, versiegelt mit sieben Siegeln. Und ich sah einen starken Engel, der rief aus mit großer Stimme: Wer ist würdig, das Buch aufzutun und seine Siegel zu brechen? Und niemand im Himmel noch auf Erden noch unter der Erde konnte das Buch auftun und hineinsehen. Und ich weinte sehr, daß niemand würdig erfunden ward, das Buch aufzutun und zu lesen noch hineinzusehen. Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe, der da ist vom Geschlecht Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und zu brechen seine sieben Siegel.“ Anhand dieser Verse können wir erfahren, dass ein neues Buch in den letzten Tagen erscheinen wird, also die Schriftrolle, die in der Bibel prophezeit wird, die nur von Gott geöffnet werden kann….“ An diesem Tag tauschte sie sich mit mir über sehr viele Dinge gemeinschaftlich aus, doch je mehr ich ihrem gemeinschaftlichen Austausch zuhörte, desto mehr widersetzte ich mich. Ich dachte: Jedes Wort und Werk Gottes ist in der Bibel aufgezeichnet. Wie kann es ein neues Buch außerhalb der Bibel geben? Der Glaube an den Herrn ist der Glaube an die Bibel. Nun, da sie die Bibel nicht lesen, könnte man das überhaupt als Glauben an den Herrn bezeichnen? Ganz gleich, was sie gemeinschaftlich austauschten, antwortete ich daher: „Ich weiß es nicht.“ „Ich kann das nicht verstehen,“ und: „Ich bin dazu nicht imstande.“ Tatsächlich war ich nicht mehr bereit, mich mit ihnen gemeinschaftlich auszutauschen, jedoch war es nicht höflich, sie abzuweisen, also bevorzugte ich letztendlich zu schweigen.

Nach der Zusammenkunft erhielt ich von Bruder Liang viele Nachrichten, aber ich antwortete ihm nicht. In der Nacht wälzte ich mich im Bett herum und konnte nicht einschlafen. Mein Geist war in dieser Nacht verwirrt. Als ich am nächsten Morgen aufstand, wollte ich einige Hymnen hören und hoffte, dadurch mein Herz zu beruhigen. Nachdem ich Facebook geöffnet hatte, sah ich unerwarteterweise die Worte, die besagten: „Die Kirche des Allmächtigen Gottes wird auch als der Östliche Blitz bezeichnet. Vermeiden Sie den Kontakt mit ihnen.“ Als ich das las, hatte ich Angst und konnte ich mich nicht beruhigen. Ich dachte: Es scheint, dass sie an die falschen Dinge glauben, weil sie die Bibel nicht lesen. Folglich sendete ich eine Nachricht an Bruder Liang: „Ich möchte nicht mehr untersuchen und mich gemeinschaftlich austauschen.“ Er rief mich sofort an und tauschte sich mit mir gemeinschaftlich aus: „Die Ansicht, dass, Gottes Werke und Worte alle in der Bibel stehen, und dass es keine Werke und Worte außerhalb der Bibel gibt und jeder Glaube, der von der Bibel abweicht, Ketzerei ist‘, entbehrt der faktischen Grundlage. Es ist nicht in Einklang mit der Tatsache der Arbeit Gottes. Die Bibel besagt: „Es sind auch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; so sie aber sollten eins nach dem andern geschrieben werden, achte ich, die Welt würde die Bücher nicht fassen, die zu schreiben wären” (Johannes 21,25). Anhand dieses Verses können wir sehen, dass die Worte und das Werk des Herrn Jesus im Neuen Testament nicht vollständig aufgezeichnet wurden. In Wirklichkeit wissen alle Menschen, die die Bibel verstehen, dass die Bibel von Menschen aufgeschrieben und zusammengefügt wurde. Aufgrund von Missverständnissen und Auslassungen der Übersetzer bei der Zusammenstellung der Bibel wurden einige der Worte Gottes, die von den Propheten übermittelt worden waren, in die Bibel nicht einbezogen. Wie können wir dann sagen, dass es außerhalb der Bibel keine Worte oder Werk Gottes gibt? Sind diese ausgelassenen Prophezeiungen der Propheten nicht Gottes Worte? Daher stimmen die Worte der Seelsorger und Ältesten in der religiösen Gemeinschaft, dass, Gottes Worte und Werke alles in der Bibel sind, und dass es keine Werke oder Worte Gottes außerhalb der Bibel gibt‘, mit der Wirklichkeit nicht überein. Das ist eine völlig falsche Erkenntnis und Auffassung, die sie haben, weil sie Gottes Werk nicht kennen. Außerdem, als der Herr Jesus kam, um zu arbeiten, arbeitete Er nicht gemäß des Alten Testaments, sondern Er führte das Erlösungswerk im Zeitalter der Gnade außerhalb des Alten Testaments aus. All die Arbeit, die er verrichtete, wie beispielsweise die Art der Buße und das Werk der Kreuzigung, ging über das Alte Testament hinaus. Wenn wir an unserer Auffassung festhalten, dass, jeder Glaube, der von der Bibel abweicht, Ketzerei ist‘, verurteilen wir dann nicht das Werk des Herrn Jesus?“

Ich dachte, dass Bruder Liangs gemeinschaftlicher Austausch Sinn ergab. Ich hatte über diese Frage nie zuvor nachgedacht. Dann versprach ich ihm, an den Versammlungen teilzunehmen und zu untersuchen. Jedoch danach konnte ich das nicht bewältigen, und ich dachte: Ich sollte von der Bibel nicht abweichen, komme, was da wolle, denn die Bibel ist die Grundlage des Glaubens der ganzen Christenheit. Ist der Glaube an den Herrn nicht der Glaube an die Bibel? Daher änderte ich meine Meinung, und doch schämte ich mich, ihm das zu sagen. Also schaltete ich am nächsten Tag mein Handy absichtlich aus und legte es an eine Stelle, wo ich es nicht sehen konnte, weil ich befürchtete, nicht zu wissen, wie ich ablehnen könnte, falls Bruder Liang mich wieder anrufen und mich bitten würde, an ihren Zusammenkünften teilzunehmen. Jedoch fühlte ich mich an diesem Tag entsetzlich, und mein Herz hörte nicht auf, schnell zu schlagen, wodurch es mir schwerfiel zu atmen, Mahlzeiten zu mir zu nehmen und aufmerksam zu arbeiten. Am nächsten Tag erholte ich mich immer noch nicht. Bruder Liang bat mich, Untersuchungen anzustellen, und ich schlug es ihm ab. Ich dachte, dass sich mein Herz beruhigen würde, wenn ich nicht untersuchte. Trotzdem stellte sich heraus, dass das Gegenteil der Fall war. Ich versuchte mehr zu beten, meine Lieblingshymnen zu hören, mich körperlich zu betätigen und Klavier zu spielen, aber ich scheiterte. Ich dachte: Ich habe es abgelehnt, zu untersuchen, aber warum kann ich mich nicht beruhigen? Ich dachte wiederholt darüber nach, aber ich konnte es nicht ergründen. Allmählich begann ich, ein bisschen Angst zu verspüren: Wird mir etwas Schlimmes zustoßen, wenn mein Herz weiterhin so schnell schlägt? Könnte es sein, dass der Allmächtige Gott wirklich der wiedergekehrte Herr Jesus ist? Ist es mein Disziplinieren durch den Herrn, weil ich mich dem Allmächtigen Gott widersetzte und ich dadurch den Herrn ablehnte? Wenn nicht, warum kann ich mein Herz auf diese Weise nicht beruhigen? Weil ich befürchtete, den Herrn abzulehnen, entschloss ich mich, die Kirche des Allmächtigen Gottes zu untersuchen. Dann rief ich Bruder Liang an: „Ich möchte mit dir bei Zusammenkünften anwesend sein.“ Erstaunlicherweise, als ich bereit war, zu suchen und zu erforschen, beruhigte sich mein Herz.

Bei der Versammlung lasen die Brüder und Schwestern mir die Worte des Allmächtigen Gottes vor: „Von der Zeit an, seitdem es die Bibel gibt, war der Glaube der Menschen an den Herrn der Glaube an die Bibel. Anstelle zu sagen, die Menschen glauben an den Herrn, ist es besser zu sagen, sie glauben an die Bibel, anstelle zu sagen sie haben angefangen in der Bibel zu lesen, ist es besser zu sagen, sie haben angefangen an die Bibel zu glauben und anstelle zu sagen, sie haben sich vor dem Herrn umgekehrt, wäre es besser zu sagen, sie haben sich vor der Bibel umgekehrt. Auf diese Weise verherrlichen die Menschen die Bibel so, als wäre sie Gott, als wäre sie ihr Lebenssaft, und sie zu verlieren, würde dem Verlieren ihres eigenen Lebens gleichkommen. Die Menschen sehen die Bibel gleichwertig zu Gott und es gibt sogar solche, die sie höher als Gott ansehen. Wenn die Menschen ohne das Werk des Heiligen Geistes sind, wenn sie Gott nicht fühlen können, führen sie ihr Leben weiter, doch sobald sie die Bibel verlieren oder die ruhmreichen Kapital und Sprüche aus der Bibel verlieren, dann ist es so, als hätten sie ihr Leben verloren.“

„Sie glauben nur im Rahmen der Bibel an Meine Existenz. Für sie bin Ich das gleiche wie die Bibel, ohne die Bibel gibt es Mich nicht und ohne Mich gibt es keine Bibel. Sie kümmern sich nicht um Mein Dasein oder um Meine Handlungen, sondern widmen stattdessen jedem einzelnen Wort in der Schrift äußerste und ganz besondere Aufmerksamkeit. Viele von ihnen glauben, dass Ich nichts von dem tun sollte, was Ich tun möchte, solange es nicht in der Schrift vorhergesagt wird. Sie schreiben der Schrift zu viel Bedeutung zu. Man kann sagen, dass sie Worten und Ausdrücken zu viel Bedeutung zuschreiben, in dem Ausmaß, dass sie die Bibelverse sogar dazu verwenden, um jedes Wort, das Ich sage, abzuwägen und um Mich zu verurteilen. Was sie verfolgen, ist nicht der Weg der Vereinbarkeit mit Mir oder der Weg der Vereinbarkeit mit der Wahrheit, sondern der Weg der Vereinbarkeit mit den Worten der Bibel; sie glauben, dass ausnahmslos alles, was nicht mit der Bibel übereinstimmt, nicht Mein Werk ist. Sind solche Menschen nicht die pflichtbewussten Nachkommen der Pharisäer? Die jüdischen Pharisäer missbrauchten die Gesetze des Moses, um Jesus zu verurteilen. Sie verfolgten nicht die Vereinbarkeit mit dem Jesus jener Zeit, sondern befolgten buchstabengetreu das Gesetz, in einem solchen Ausmaß, dass sie am Ende sogar den unschuldigen Jesus, den sie beschuldigt hatten, nicht dem Gesetz des Alten Testaments gefolgt und nicht der Messias zu sein, ans Kreuz nagelten. Was war ihre innere Natur? War sie nicht, dass sie nicht die Vereinbarkeit mit der Wahrheit suchten? Sie steigerten sich in jedes einzelne Wort der Schrift hinein, während sie sich nicht im Geringsten um Meinen Willen und die Schritte und Methoden Meiner Arbeit scherten. Sie waren keine Menschen, die die Wahrheit suchten, sondern Menschen, die sich strikt an die Worte der Bibel hielten. Sie waren keine Menschen, die an Gott glaubten, sondern sie waren Menschen, die an die Bibel glaubten. Im Grunde genommen waren sie Wachhunde der Bibel.”

Eine Schwester tauschte sich gemeinschaftlich aus: „Seit Jahren vergleichen wir die Bibel mit Gott und begründen unseren Glauben auf der Bibel. Wir glauben in unseren Herzen, dass die Bibel den Herrn repräsentiert, Gott repräsentiert. Es ist besser zu sagen, dass wir an die Bibel glauben anstatt zu sagen, dass wir an Gott glauben. Die ganze religiöse Gemeinschaft denkt sogar, dass der Glaube an Gott der Glaube an die Bibel ist, und dass das Abweichen von der Bibel bedeutet, nicht an Gott zu glauben. Wir alle glauben blind an die Bibel und beten sie an und geben der Bibel den gleichen Status, wie wir es Gott gegenüber tun. Manche bedienen sich sogar der Bibel als Ersatz für den Herrn und Gottes Werk. Jedoch keiner kennt Gott wirklich und gehorcht Gott. Der Grund, warum wir die Bibel blind anbeten, ist hauptsächlich, weil wir das Wesen der Bibel und das Verhältnis zwischen ihr und Gott nicht kennen. Erinnere dich an die jüdischen Pharisäer seinerzeit. Sie hielten blind an der Bibel fest und beteten sie in dem Ausmaß an, dass sie den Herrn Jesus fanatisch verurteilten, sich Ihm widersetzten und Ihn ans Kreuz nagelten, als sie die Bibel interpretierten. Letztendlich wurden sie vom Herrn Jesus bestraft. Die Tatsachen sind ausreichend, um zu beweisen, dass nur die Fähigkeit, die Bibel zu interpretieren und das Bibelwissen zu verstehen, nicht bedeutet, Gott zu kennen; das Festhalten an der Bibel bedeutet nicht, dem Weg des Herrn zu gehorchen; der Glaube an die Bibel entspricht nicht dem Glauben an Gott. Der Herr Jesus sagte einmal: „Suchet in der Schrift; denn ihr meinet, ihr habet das ewige Leben darin; und sie ist’s, die von mir zeuget; und ihr wollt nicht zu mir kommen, daß ihr das Leben haben möchtet” (Johannes 5,39-40). Anhand der Worte des Herrn Jesus können wir wissen, dass es in der Bibel kein Leben gibt. Die Bibel ist nur ein Zeugnis für Gott, sie ist lediglich eine Aufzeichnung von Gottes vergangenem Werk. Daher repräsentiert die Bibel nicht Gott, und wir können die Bibel mit Gott nicht vergleichen. Nur Gott kann die Menschheit durch Sein Werk erlösen, wohingegen die Bibel das nicht kann; nur Gott kann die Wahrheit zum Ausdruck bringen, wohingegen die Bibel das nicht kann; Gott kann den Menschen jederzeit inspirieren, den Menschen erleuchten und den Menschen führen, wohingegen die Bibel das nicht kann; Gott ist die Quelle des lebendigen Wassers, wohingegen es in der Bibel nur tote Worte gibt. Deshalb repräsentiert die Bibel keinesfalls Gott. Wenn wir die Bibel mit Gott auf eine Stufe stellen und denken, dass die Bibel Gott repräsentieren kann, setzten wir Gott nicht herab und blasphemieren Ihn? Gott ist Gott, und die Bibel ist die Bibel. Die Bibel kann Gott nicht repräsentieren, geschweige denn Gottes Werk repräsentieren. Sie ist nur eine Aufzeichnung von Gottes Werk.“

Nachdem ich ihrem gemeinschaftlichen Austausch zugehört hatte, verstand ich den Unterschied zwischen Gott und der Bibel. Der Glaube an die Bibel entspricht nicht dem Glauben an Gott. An der Bibel festzuhalten bedeutet nicht, den Weg des Herrn beizubehalten. Wenn ich weiterhin an der Bibel festhalte, kann ich nicht nur Gottes Zustimmung nicht gewinnen, sondern ich werde von Ihm auch verurteilt werden. Ich kann nicht den Fußspuren der Pharisäer folgen und mich Gott widersetzen. Könnte es jedoch gemäß ihrem gemeinschaftlichen Austausch falsch gewesen sein, die Bibel in der Vergangenheit gelesen zu haben? Daher suchte ich mit ihr den gemeinschaftlichen Austausch über diese Frage.

Dann las sie mir weitere zwei Textabschnitte der Worte Gottes vor: „ Deshalb ist das, was Ich dich lehre, das Wesen und die eigentliche innere Geschichte der Bibel schlechthin. Ich verlange von dir nicht, die Bibel nicht zu lesen, oder dass du umhergehst und verkündest sie sei wertlos, jedoch, dass du ein korrektes Wissen und angemessene Ansichten bezüglich der Bibel pflegst. Sei nicht zu einseitig! Obwohl die Bibel ein von Menschen geschriebenes Geschichtsbuch ist, belegt sie auch viele der Prinzipien, nach denen die altertümlichen Weisen und Propheten Gott dienten, und auch die jüngsten Erfahrungen der Apostel, wie Gott zu dienen ist – all diese wurden tatsächlich von diesen Menschen gesehen und waren ihnen bekannt den Menschen dieses Zeitalters beim Begehen des wahren Weges als Referenz dienen … sind diese Bücher dennoch veraltet, sie gehören weiterhin zur alten Epoche und ganz egal wie gut sie auch sein mögen, sind sie doch nur für ein bestimmtes Zeitalter angemessen und sind nicht unvergänglich. Denn Gottes Werk entwickelt sich stets weiter und kann nicht einfach zu der Zeit von Paulus und Petrus enden, oder auf Ewigkeit im Zeitalter der Gnade, in dem Jesus gekreuzigt wurde verweilen. Somit eignen sich diese Schriften nur für das Zeitalter der Gnade und nicht für das Königreich der Endzeit. Sie eignen sich lediglich dazu, die Gläubigen im Alter der Gnade zu versorgen, jedoch nicht die Heiligen des Zeitalters des Königreiches, und so gut sie auch sein mögen, sie sind doch obsolet.“ „Da es einen höheren Weg gibt, warum sollte ein niedrigerer, überholter Weg studiert werden? Da es neuere Kundgebungen und neuere Arbeiten gibt, warum dann inmitten alter historischer Aufzeichnungen leben? Die neuen Aussagen können für dich sorgen, was beweist, dass dies das neue Werk ist. Die alten Aufzeichnungen können dich nicht sättigen oder deine momentanen Bedürfnisse befriedigen, das beweist, dass sie Geschichte sind und nicht die Arbeit von hier und heute. Der höchste Weg ist die neueste Arbeit, und mit der neuesten Arbeit, egal wie hoch der Weg der Vergangenheit war, sie verbleibt dennoch nur Geschichte der menschlichen Reflexionen, und egal wie wertvoll ihre Referenz ist, bleibt es dennoch der alte Weg. Obwohl er im „Heiligen Buch “ aufgezeichnet ist, ist der alte Weg nur Geschichte und obwohl es keine Aufzeichnungen von ihr im „Heiligen Buch″ gibt, ist der neue Weg der Weg von hier und heute. Dieser Weg kann dich retten und dieser Weg kann dich verändern, denn er ist die Arbeit des Heiligen Geistes.“

Sie tauschte sich gemeinschaftlich aus: „Heute kommt Gott auf die Erde und führt Sein Werk aus. Er fordert uns nie auf, die Bibel nicht zu lesen oder zu leugnen. Stattdessen möchte Er, dass wir mit der Bibel richtig umgehen, weil der Anteil der Worte Gottes, die in der Bibel aufgezeichnet sind, viel zu begrenzt ist. Die Aufzeichnungen in der Bibel sind nur die Aufzeichnung der Arbeit Gottes und die Erfahrungen und Zeugnisse der Apostel. Überdies sind die Worte Gottes in der Bibel wie ein Tropfen im See des Lebens Gottes. Sie können Gottes Gesamtheit nicht repräsentieren. Gottes Werk schreitet immer voran. Wenn wir nur am Werk Gottes in einem Zeitalter festhalten, sind wir konservativ und halten an der Geschichte fest. Auf diese Weise können wir das Werk des Heiligen Geistes nicht erhalten oder unsere wirklichen Probleme lösen. Außerdem wird Gottes gegenwärtiges Werk in der Bibel nicht aufgezeichnet, und die Dinge, die aufgezeichnet sind, sind nicht Gottes realistischste Anforderungen an den Menschen oder der Strom der Arbeit des Heiligen Geistes. Heutzutage hat der Allmächtige Gott mit dem Werk der Reinigung und der Perfektionierung des Menschen durch das Gericht und der Züchtigung begonnen. Nur, wenn wir mit den Schritten der Arbeit Gottes Schritt halten, die Arbeit des Gerichts und der Züchtigung des Allmächtigen Gottes in den letzten Tagen akzeptieren, können wir das Werk des Heiligen Geistes erhalten und gerettet und gereinigt werden.“

Nach ihrem gemeinschaftlichen Austausch verstand ich plötzlich den Grund, warum ich immer mehr Durst verspürte und mein Glaube in der religiösen Gemeinschaft immer weniger wurde. Das war, weil ich der Bibel zu sehr vertraute und sie anbetete und hartnäckig an ihr festhielt, und dadurch hielt ich mit Gottes jüngstem Werk nicht Schritt und fiel in die Dunkelheit. Je mehr ich ihrem gemeinschaftlichen Austausch zuhörte, desto mehr verstand ich. Ich fühlte mich innerlich besonders hell.

Aufgrund der Worte Gottes und dem gemeinschaftlichen Austausch der Schwester war die Verwirrung in meinem Herzen beseitigt. Ich war sicher, dass der Allmächtige Gott das Erscheinen des Herrn Jesus ist, und dass Gott, basierend auf dem Werk des Herrn Jesus, eine neue Arbeitsphase durchgeführt hat. Wenn es Gottes Gnade, Führung und Erleuchtung nicht gäbe, hätte ich die Chance verpasst, die Wiederkehr des Herrn willkommen zu heißen und würde weiterhin hungrig und durstig in der Dunkelheit und in den Regeln und Wörtern der Bibel leben, an Gott glauben und mich Ihm doch widersetzen. Jetzt konnte ich den Bindungen an die Bibel schließlich den Rücken zukehren, vor Gott gekommen sein und die Versorgung von der Quelle des lebendigen Wassers erhalten. Gott sei Dank! Gott gebührt aller Ruhm!

Dieser Artikel stammt aus: DIE BIBEL STUDIEREN


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