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Wie sich meine Ratlosigkeit auflöste

Viele Menschen denken, dass sie, solange sie an den Herrn Jesus glauben, für immer erlöst sind. Ist das wirklich so? Gibt es dafür eine Grundlage in Gottes Worten? Dieser Artikel „Wie sich meine Ratlosigkeit auflöste“ wird dir die Antwort geben …

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In Not und Verwirrung glaubte ich an den Herrn Jesus
Eine Ratlosigkeit, die ich nicht loswerden konnte
Meine Ratlosigkeit wurde in einem Bibelstudium beseitigt
Ich lebte ein neues Leben, als ich die Rückkehr des Erlösers begrüßte

In Not und Verwirrung glaubte ich an den Herrn Jesus

Nach meinem Abschluss fand ich einen Job und arbeitete zwei Jahre lang. Während dieser Zeit starben mein Vater und mein jüngerer Bruder und ließen meine Mutter und mich alleine zurück. Ich verbrachte die nächsten zwei Jahren in Tränen und Trauer, und war nicht in der Lage, meinen Herzensschmerz auszudrücken. Um meine Familie zu unterstützen, kam ich in die USA, um zu arbeiten. Am Anfang arbeitete ich in einem Restaurant und mein Einkommen war sehr begrenzt. Um Geld für die Miete zu sparen, lebte ich im Keller des Restaurants doch mit der Zeit begann mich die feuchte Kellerumgebung körperlich zu beeinflussen. Ödeme bildeten sich in meinem ganzen Körper und ich fühlte mich oft sehr müde. Tatsächlich war mein Herz noch müder. Ich hatte keinen Vater, auf den ich mich stützen konnte. Auch wollte ich nicht, dass meine Mutter sich um mich sorgen musste. Das einzige, was ich tun konnte, war die Not und die Einsamkeit schweigend zu ertragen. Ich zweifelte am Sinn des Lebens und dachte: „Ich arbeite jeden Tag wie ein Roboter, nur für Essen und Kleidung. Wofür lebe ich denn noch?“

Meine Klassenkameradin, Schwester Ye, versuchte mich viele Male dazu zu überreden, an Jesus zu glauben. Sie erzählte mir von Gottes Schöpfung und sagte mir, dass der Grund, warum unser Leben schmerzhaft und leer war, darin lag, dass wir Menschen nicht auf Gottes Worte hörten und sündigten. Sie meinte, dass nur wenn wir den Herrn Jesus annehmen, unsere Sünden vergeben werden könnten und nur wenn wir an den Herrn glauben, wir Frieden und Freude haben, weil der Herr all unsere Leiden und Lasten tragen würde. Ihre Worte bewegten mich sehr und ich dachte, dass ich endlich meinen Schmerz mit Ihm teilen könnte und dass mein Leben doch Hoffnung hatte. Ich nahm Jesus in meinem Leben an und glaubte an Ihn. Seitdem bin ich, jedes Mal wenn ich Hymnen höre, emotional berührt. Besonders bei einem Lobgesang, das wie folgt lautet: „Wen sonst habe ich im Himmel außer Dir? Außer Dir verbindet mich nichts mit der Erde. Wer kann meine Tränen trocknen außer Dir? Wer kann mich trösten außer dir …?“ Der Text dieser Hymne verlieh meinen eigenen Gedanken eine Stimme. Sie halfen mir, eine Stütze in meinem Leben zu finden und sie trösteten meinen Geist. Nachdem ich den Herrn angenommen hatte, konnte ich die Schwierigkeiten auf die ich stieß durch das Gebet zum Herrn überwinden. Ich fühle, dass der Herr treu ist und dass Er meine Last und meinen Schmerz tatsächlich auf sich nimmt. Später, weil die Arbeit zu hart war und ich von der Kirche weit entfernt wohnte, ging ich selten zu den Treffen. Manchmal las ich zu Hause die Bibel, doch ich verstand viele der Verse nicht. Außerdem dachte ich an das, was der Pastor in seinen Predigten sagte: „Sobald wir an Jesus glauben, sind wir erlöst und einmal erlöst heißt für immer erlöst. Wenn der Herr kommt, werden wir ins Himmelreich eintreten.“ Also gab ich nach und dachte, dass der Herr barmherzig sei, mir verzeihen und mit meiner Schwäche sympathisieren würde.

Da die Arbeit im Restaurant sehr anstrengend und mein Einkommen begrenzt war, begann ich mein eigenes Unternehmen zu gründen und wandte mich dem E-Commerce zu. Aufgrund der Arbeit engagierte ich mich oft in verschiedenen sozialen Anlässen, wie zum KTV gehen, mit Partnern oder Gästen Mahjong spielen oder manchmal bis spät in die Nacht zu trinken. Ich habe mich dem Essen, Trinken und Vergnügen hingegeben, doch jedes Mal wenn ich nach Hause ging, fühlte ich mich innerlich leer. Überzeugt davon, dass ich oft in Sünde lebte, fühlte ich mich des Herrn unwürdig und geistig schuldig, weil ich früher die Pastoren predigen hörte und die sagten, dass, wenn das Verhalten derjenigen, die an den Herrn glauben, das gleiche ist wie das der Ungläubigen, dies Sünde sei und dies dem Herrn nicht gefallen kann. Ich hatte mir deshalb überlegt, dass ich das Ebenbild eines Christen haben und nicht mehr an dummes Zeug glauben sollte. Mit anderen Worten, ich sollte die Bibel mehr lesen, Predigten hören und öfter an Versammlungen teilnehmen, um meine schlechten Gewohnheiten loszuwerden.

Eine Ratlosigkeit, die ich nicht loswerden konnte

Ich fing an in die Kirche zu gehen, um wieder an den Versammlungen teilzunehmen. Bald stellte ich jedoch fest dass, je mehr Predigten ich hörte, mehr Fragen in mir aufkamen, die unbeantwortet blieben. Was mich am meisten verwirrte war ein Vers den der Pastor vorlas: „‚Denn so man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und so man mit dem Munde bekennt, so wird man selig.‘ (Römer 10,10) Einmal erlöst immer erlöst, solange wir an den Herrn glauben.“ Ich dachte: Kann es sein, dass der Glaube an Gott wirklich so einfach ist? Kann man erlöst werden, solange man nur glaubt? Wenn ja, warum spricht die Bibel von den törichten Jungfrauen, die vom Herrn ausgeschlossen wurden? Jedes Mal wenn mir diese Fragen in den Sinn kamen, war ich ratlos. Mit der Zeit stellte ich fest, dass viele Leute nicht zu den Versammlungen kamen, und dass immer mehr Leute während der Treffen eingenickt waren oder mit ihren Handys gespielt hatten. Auch lebte ich in einem Zustand, in dem ich tagsüber sündigte und nachts beichtete. Diese Tatsache zu erkennen verwirrte mich nur noch mehr. Können Menschen wie wir, die oft sündigen, wirklich erlöst werden und ins Himmelreich eintreten, solange wir aus tiefstem Herzen glauben und es mit unserem Mund bekennen? Werden alle unsere Sünden durch das Gebet vergeben? Wenn das wahr ist, können dann nicht alle Menschen, die das Evangelium des Herrn Jesus angenommen haben, ins Himmelreich eintreten? Ich stellte diese Fragen den Pastoren, aber keiner konnte mir antworten.

Meine Ratlosigkeit wurde in einem Bibelstudium beseitigt

Im Juli 2017 traf ich Schwester Wen in einem Bibelstudium. Sie teilte mit uns einige Geheimnisse der Bibel, Gottes sechstausendjährigen Führungsplan und vieles mehr. Ich hatte das Gefühl, dass ihre Gemeinschaft sehr klar war, dass alles, was sie mit uns teilte, eine Grundlage in der Bibel hatte und ich viel davon profitierte. Ich konnte nicht anders und sagte: „Schwester, ich habe eine Frage, die mir schon lange auf dem Herzen liegt. In der Bibel steht: ‚Denn so man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und so man mit dem Munde bekennt, so wird man selig.‘ (Römer 10,10) Die Pastoren sagen uns oft, dass wir durch den Glauben an Jesus erlöst sind und zwar für immer. Ist das wirklich so? Andererseits sagen uns die Pastoren aber auch, wir sollen kluge Jungfrauen sein. Worin besteht der Unterschied zwischen klugen und törichten Jungfrauen?“

Schwester Wen lächelte und sagte: „Das ist eine gute Frage, Schwester! Unsere Sünden sind vergeben worden, als wir den Herrn in unserem Leben annahmen, d.h. wir sind erlöst und können die Gnade und den Segen des Herrn genießen. Das ist eine Tatsache. Einmal erlöst ist jedoch nicht gleichbedeutend mit ‚für immer erlöst‘ zu sein. ‚Erlöst zu werden‘ bezieht sich nur auf die Vergebung von Sünden. Das bedeutet, dass wir nicht durch das Gesetz verurteilt oder hingerichtet werden. Es bedeutet aber nicht, dass wir Gottes Weg folgen können, uns gründlich von der Sünde getrennt haben und rein sind. Noch weniger bedeutet es, dass wir ins Himmelreich eintreten können. Lasst uns zwei Passagen von Gottes Wort lesen, um es zu verstehen. Gott sagt: ‚Damals war das Werk Jesu die Erlösung der gesamten Menschheit. Die Sünden all jener, die an Ihn glaubten, wurden vergeben; solange du an Ihn glaubtest, würde Er dich erlösen. Wenn du an Ihn glaubtest, warst du kein Sünder mehr, du warst von deinen Sünden befreit. Das bedeutete es, errettet und durch den Glauben gerechtfertigt zu sein. In den Gläubigen verblieb jedoch das, was gegen Gott rebellierte und sich Ihm widersetzte und noch langsam beseitigt werden musste. Erlösung bedeutete nicht, dass der Mensch von Jesus vollkommen gewonnen war, sondern dass der Mensch nicht mehr sündig war, dass ihm seine Sünden vergeben worden waren: unter der Voraussetzung, dass du glaubtest, würdest du nie mehr sündig sein.‘ (‚Die Vision von Gottes Werk (2)‘ in ‚Das Wort erscheint im Fleisch‘) ‚So musste die Menschheit von diesem Moment an nur den Herrn Jesus als ihren Retter akzeptieren, damit ihr ihre Sünden vergeben wurden. Schlicht ausgedrückt, stellten die Sünden des Menschen nicht länger ein Hindernis da, um die Errettung zu erlangen und um vor Gott zu treten, und sie waren nicht mehr das Druckmittel, durch das Satan den Menschen beschuldigte. Das liegt daran, dass Gott Selbst wirkliche Arbeit geleistet hatte. Er war zum Abbild und Vorgeschmack des sündigen Fleisches geworden, und Gott Selbst war das Sündopfer. Auf diese Weise stieg der Mensch vom Kreuz herab, wurde dank des Fleisches Gottes, dem Abbild dieses sündigen Fleisches, erlöst und gerettet.‘ (‚Der Mensch kann nur unter Gottes Führung gerettet werden‘ in ‚Das Wort erscheint im Fleisch‘) Im Zeitalter der Gnade wurde Jesus ans Kreuz genagelt, um ein Sündenopfer für die Menschheit zu bringen. Nur wenn wir zum Herrn beten, unsere Sünden bekennen und bereuen, werden wir nicht verurteilt oder hingerichtet. Das ist die wahre Bedeutung von ‚durch den Glauben erlöst werden‘. Das heißt, Gott würde uns nicht mehr als Sünder behandeln. Von diesem Moment an würden unsere Sünden uns nicht mehr daran hindern, vor Gott zu kommen und Erlösung zu empfangen, noch werden sie Satan als Druckmittel dienen, um uns Menschen zu beschuldigen. Es ist unbestreitbar, dass unsere Sünden vergeben sind, da wir an den Herrn glauben. Aber unsere sündige Natur bleibt trotzdem bestehen, was zur Folge hat, dass wir Gott anlügen und täuschen, schlechten weltlichen Trends folgen, um mit den Freuden des Lebens fortzufahren, Ruhm, Interesse, Position und Macht bewundern und andere beneiden und hassen. Außerdem praktizieren wir die Worte des Herrn zu wenig und können uns selbst nicht von allen Sünden befreien. In der Bibel steht: ‚Die Heiligung, ohne welche wird niemand den HERRN sehen.‘ (Hebräer 12,14) Der Herr ist gerecht und heilig. Wie kann Er einem gewöhnlichen Sünder erlauben, ins Himmelreich zu gelangen? Jesus unser Herr sagte: ‚Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht. Der Knecht aber bleibt nicht ewiglich im Hause; der Sohn bleibt ewiglich.‘ (Johannes 8,34–35) Fest steht, dass der Mensch, der sich alleine nicht von der Sünde befreien kann, heilig wird und in das Königreich eintritt. In Bezug auf den Eintritt in das Himmelreich sagte Jesus: ‚Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.‘ (Matthäus 7,21) Jesus hat nicht gesagt, dass diejenigen, die durch den Glauben erlöst und deren Sünden vergeben sind, in das Himmelreich kommen können. Stattdessen sagte Er uns deutlich, dass nur diejenigen, die den Willen des himmlischen Vaters tun, ins Himmelreich gelangen. Deshalb ist ‚Einmal erlöst, immer erlöst‘ eine Vorstellung des Menschen und hat in Gottes Wort keine Grundlage. Außerdem, ‚wer mit dem Herzen glaubt gerecht und wer mit dem Munde bekennt selig wird‘, das sind die Worte des Paulus. Sie repräsentieren nicht, wie sich Jesus fühlte. Wir sollten die Worte des Herrn Jesus als Maßstab in allen Dingen setzen.“

Ich habe dem was sie mit mir geteilt hat zugestimmt. In der Tat, ich begehe viele Sünden: Wenn ich Geschäfte mache, lüge und betrüge ich immer noch und folge sogar weltlichen Trends, wie der Suche nach dem Genuss des Fleisches. Obwohl ich wusste, dass es nicht richtig war, sündigte ich unwillkürlich und konnte mich nicht davon befreien. Wie könnte sich jemand wie ich, die oft sündigt, für das königliche Himmelreich qualifizieren?

Die Schwester fuhr fort, „Lasst uns eine andere Passage aus Gottes Wort lesen: ‚Ein Sünder wie du, der gerade erst erlöst worden ist und nicht verändert oder von Gott vervollkommnet worden ist, könntest du nach Gottes Herz sein? Was dich betrifft, der du noch dein altes Selbst bist, so ist es wahr, dass du von Jesus gerettet wurdest und dass du wegen Gottes Errettung nicht als Sünder zählst, doch das beweist nicht, dass du nicht sündig und nicht unrein bist. Wie kannst du heilig sein, wenn du nicht verändert worden bist? Innerlich wirst du von Unreinheit geplagt, bist egoistisch und gemein, doch du wünschst immer noch, mit Jesus herabzukommen – so viel Glück solltest du haben! In deinem Glauben an Gott hast du einen Schritt versäumt: Du bist gerade erst erlöst worden, aber hast dich nicht verändert. Damit du nach Gottes Herz sein kannst, muss Gott persönlich das Werk deines Wandels und deiner Reinigung verrichten; wenn du nur erlöst bist, wirst du keine Heiligkeit erlangen können. So wirst du nicht berufen sein, an den guten Segnungen Gottes teilzuhaben, denn du hast einen Schritt in Gottes Werk der Führung des Menschen versäumt, den entscheidenden Schritt der Veränderung und Vervollkommnung. Und so bist du, ein Sünder, der soeben erst erlöst wurde, außerstande, Gottes Erbe unmittelbar zu erben.‘ (‚Bezüglich Benennungen und Identität‘ in ‚Das Wort erscheint im Fleisch‘) Das Wort Gottes ist eindeutig: Jesus hat lediglich das Erlösungswerk für die Menschheit volbracht. Wenn wir an den Herrn glauben, sind unsere Sünden vergeben. Unsere satanische Natur und Veranlagung müssen jedoch erst gereinigt werden. Die Folge ist, dass wir sündigen und unsere Sünden ziemlich oft bekennen. Das ist eine Tatsache. Das ist der Grund, warum wir Gottes Werk, den Menschen zu richten, ihn zu reinigen und ihn in den letzten Tagen voll und ganz zu retten, annehmen müssen. Jesus Erlösungswerk ebnete den Weg für das Jüngste Gericht und wenn wir Gottes Jüngstes Gericht nicht annehmen, wird unsere verdorbene Veranlagung nie gereinigt werden. Als Folge dessen, werden wir nicht mit dem Herrn feiern oder die Qualifikation haben, ins Himmelreich einzutreten.“

Nachdem ich Gottes Worte und das was die Schwester mit mir teilte gehört hatte, war ich plötzlich hellwach. Ich sagte: „Schwester, jetzt verstehe ich es. Unsere Sünden werden erst vergeben sein, nachdem wir an den Herrn geglaubt haben. Wenn wir gereinigt werden wollen, müssen wir das Werk des Jüngsten Gerichts annehmen, das der zurückgekehrte Herr Jesus vollbracht hat. Das Jüngste Gericht des Herrn ist das Reinigungswerk des Menschen. Kein Wunder, dass wir oft sündigen. Es stellt sich heraus, dass wir das Jüngste Gericht des Herrn nicht angenommen haben.“

Die Schwester sagte fröhlich: „Dank Sei Gott! Du liegst richtig! Wenn wir gerettet und in das Reich Gottes eintreten wollen, müssen wir Gottes Werk des Jüngsten Gerichts und der Züchtigung annehmen. Nur dann können wir der Sünde entkommen, gereinigt werden, unsere Veranlagung ändern und uns dadurch gründlich von Satans dunklem Einfluss befreien. Nur dann können wir an Gottes Thron zurückkehren und die Verheißung und den Segen erhalten, den Gott dem Menschen schenkt.“

Je mehr ich zuhörte, desto klarer war es. Je mehr ich zuhörte, desto mehr dürstete mich. In so vielen Jahren des Glaubens an den Herrn hatte ich noch nie eine solche Predigt gehört. Ich fühlte mich strahlend und meine Ratlosigkeit war verschwunden. Als nächstes klärte mich die Schwester über die Unterschiede zwischen den „weisen“ und den „törichten“ Jungfrauen auf. Was ich schlussendlich verstand war folgendes: Weise Jungfrauen sind diejenigen, die die Wahrheit lieben und sie suchen. Sie hören auf die Stimme Gottes. In Bezug auf das Kommen des Herrn können sie Ihn, sobald sie seine Stimme hören, aufnehmen und mit Ihm am Fest teilnehmen. Im Gegensatz dazu mögen törichte Jungfrauen die Wahrheit nicht. Was die Wiederkunft des Herrn betrifft, so streben sie nicht danach, sie forschen auch nicht nach ihr und achten nicht darauf die Stimme Gottes zu hören. Sie halten sich hartnäckig an die Regeln und warten nur darauf, dass der Herr sie ins Himmelreich bringt. Dadurch verpassen sie die Gelegenheit, die Wiederkunft des Herrn zu empfangen. Gelobet sei Gott! Es schien, dass ich plötzlich erleuchtet wurde und meine langjährige Verworrenheit endlich gelöst war. Ich war überglücklich. Später sprach die Schwester mit mir über Gottes drei Arbeitsphasen, darüber warum Gott in jeder Phase einen neuen Namen annimmt und deren Bedeutung. Ich war sehr aufgeregt und hatte das Gefühl, dass ich das Glück hatte, die Stimme Gottes zu hören und am Fest des Lammes teilzunehmen.

Ich lebte ein neues Leben, als ich die Rückkehr des Erlösers begrüßte

Danach kam eine Zeit an der ich Versammlungen besuchte, Gottes Wort las und viele Evangelium-Filme anschaute, die von der Kirche des Allmächtigen Gottes produziert wurden, wie z.B. „Enthüllt das Geheimnis über die Bibel“, „Das Geheimnis der Gottseligkeit“ und „Glaube an Gott“, und so weiter. Ich war mir über das Werk des Allmächtigen Gottes der letzten Tage völlig sicher. Der Allmächtige Gott ist Jesus der Erlöser, auf den wir schon seit vielen Jahren warten. Es ist absolut wahr!

Vorher hatte ich selten die Bibel gelesen und ebenso selten an den sonntäglichen Versammlungen teilgenommen. In den folgenden Tagen nahm ich jedoch zweimal pro Woche an den Treffen teil und schätzte besonders die Zeit, in der ich Gottes Worte las und mit meinen Brüdern und Schwestern Erfahrungen austauschte. Einmal in einer Versammlung teilte eine Schwester zwei Passagen von Gottes Worten: „Als Gott sich von Seinem Lager erhob, war Sein erster Gedanke dieser: eine lebendige Person zu schaffen, einen richtigen, lebendigen Menschen – jemanden, der mit Ihm zusammenlebt und der Sein ständiger Begleiter ist. Diese Person könnte Ihm zuhören, und Gott könnte Sich ihm anvertrauen und mit ihm sprechen. Dann nahm Gott zum ersten Mal eine Handvoll Erde, und gebrauchte sie um daraus die allererste lebende Person zu schaffen, die Er sich vorgestellt hatte. Und dann gab Er diesem Lebewesen einen Namen – Adam. Wie fühlte Sich Gott, nachdem Er dieses lebendige Wesen bekommen hatte? Zum ersten Mal fühlte Er Freude darüber, eine geliebte Person zu haben, einen Begleiter. Er fühlte auch zum ersten Mal die Verantwortung, ein Vater zu sein, und die Sorge die dies nach sich zieht.“ („Gottes Werk, Gottes Disposition und Gott Selbst III“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“)

Zuerst sucht Er dir eine Familie aus. Welchen Hintergrund die Familie hat, wer deine Eltern sind, wer deine Vorfahren sind – all dies war bereits von Gott beschlossen worden. Anders gesagt, das alles wurde nicht urplötzlich von Ihm entschieden, sondern vielmehr war dies ein Werk, das lange zuvor begonnen wurde. Sobald Gott für dich eine Familie ausgesucht hat, wählt Er auch ein Datum, an dem du geboren wirst. Sogleich beobachtet Gott dich dabei, wie du weinend in diese Welt geboren wirst, beobachtet deine Geburt, beobachtet, wie du deine ersten Worte aussprichst, beobachtet dich, wie du stolpernd und schwankend deine ersten Schritte tust, wie du lernst zu gehen. Du machst zuerst einen Schritt und dann den nächsten … Jetzt kannst du rennen, nun kannst du springen, nun kannst du reden, nun kannst du deine Gefühle ausdrücken. Während die Menschen aufwachsen, ist Satans Blick auf jeden von ihnen gerichtet, wie ein Tiger der seine Beute beäugt. Gott hat aber in der Ausführung Seines Werkes niemals irgendwelche Einschränkungen von Menschen, Ereignissen oder Dingen, von Raum und Zeit, zugelassen. Er macht das, was Er tun sollte und tun muss. Im Laufe deines Aufwachsens könntest du einigen Dingen begegnen, die dir nicht gefallen, wie zum Beispiel Krankheiten und Frustrationen. Aber während du auf diesem Weg gehst, befinden sich dein Leben und deine Zukunft strikt unter der Aufsicht Gottes. Gott gibt dir eine echte Garantie auf Lebenszeit, denn Er steht direkt an deiner Seite, bewacht dich und kümmert Sich um dich.“ („Gott Selbst, der Einzigartige VI“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“) Diese Worte bewegten mich so sehr, dass ich eine große Wärme in mir fühlte und nicht anders konnte als zu weinen. Mir wurde bewusst, dass Gott die Menschheit so sehr liebt und die Beziehung zwischen Ihm und dem Menschen sehr intim ist. Gott sieht uns als Familie und Gefährten. Er wacht immer über uns und beschützt uns. Früher hatte ich bei Missgeschicken und Schwierigkeiten des Lebens immer das Gefühl einsam und trostlos zu sein. Ich weinte oft bitterlich wegen meiner Probleme. Ich fühlte, dass ich mich auf mich selbst verlassen musste, um alles zu ertragen. Heute hingegen schätze ich, dass Gott immer an meiner Seite ist, mich führt und begleitet. Als ich unter Schmerzen litt oder in Gefahr war, beschützte und führte mich Gott im Verborgenen und bereitete mich auf meine Rückkehr in Sein Haus vor. Gottes Liebe zu fühlen erwärmt mein Gemüt und macht mich glücklich, ganz davon abgesehen, dass ich nun auch einen stärkeren Glauben habe, um Gott bis ans Ende zu folgen.

Jetzt lese ich Gottes Worte, höre Hymnen und schaue mir jeden Tag Videos und Filme an. Dennoch zeige ich immer noch schlechte Veranlagungen in meinem Leben, wie zum Beispiel wenn etwas nicht nach meinem Willen geht und ich oft die Beherrschung verliere. Manchmal, wenn ich sah wie gut sich die Schwestern verständigten, obwohl sie viel weniger Zeit an Gott glaubten als ich, wurde ich eifersüchtig auf sie. Manchmal, wenn ich Brüder und Schwestern mit schlechtem Gemüt traf, sah ich auf sie herab. Später, durch das Lesen von Gottes Wort, wurde mir dann klar, dass dies alles schlechte Veranlagungen waren, die durch meine arrogante Natur verursacht wurden. Zu dieser Zeit wusste ich, dass ich vor Gott niederknien, zu Ihm beten und in Gottes Worten suchen musste, um meine betreffende Situation zu lösen. Dann praktizierte ich nach Gottes Worten und suchte nach Veränderung. Allmählich legte sich mein starkes Temperament, die Eifersucht in meinem Herzen nahm ab, und ich war in der Lage, meine Brüder und Schwestern fair zu behandeln. Ich habe wirklich erlebt, dass Gottes Jüngstes Gerichtswerk den Menschen tatsächlich reinigen und verwandeln kann. Zur Zeit arbeite ich proaktiv mit meinen Brüdern und Schwestern zusammen, um das Evangelium mit Menschlichkeit und Bereitschaft an meine Freunde weiterzugeben, damit auch sie an Gott glauben können. Jeder Tag in meinem Leben ist reich und sinnvoll. Ich habe mich von meinem bisher erbärmlichen und hoffnungslosen Leben gelöst. Dank sei dem Allmächtigen Gott! Alle Ehre gebührt dem Allmächtigen Gott!

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